Im Grunde müsste jeder Hersteller, so wie er heute seinen Vertriebs-Partnern Prospekte und Kataloge zur Verfügung stellt, auch vernünftige Online-Shop Daten zum Download anbieten. Nur ganz wenige Hersteller bieten diesen Service.
Die Folge:
Jeder Online-Shop Betreiber muss, wenn er Urheberrechte nicht verletzen will, selbst Daten herstellen. Fotos, die dann oft nicht in professioneller Qualität sind, schaden dem Produkt-Image. Beschreibungstexte, die nicht geprüft sind, können Fehlinformationen beinhalten. Eine klare Positionierung des Produktes, wie es jeder Hersteller mit seinen Marketingmaßnahmen anstrebt, geht verloren.
Ich will gar nicht an die volkswirtschaftliche Problematik wegen unsinnig vergeudeter Zeit für erneutes Fotografieren und Texten denken. Eine der zeitaufwendigsten Arbeiten bei der Einrichtung eines Online-Shops ist das Einpflegen der Artikeldaten und Zuordnung zu Produktgruppen. Dabei könnte es so einfach sein.
Thema Fotos:
Jeder Artikel, der neu auf den Markt kommt, muss ohnehin fotografiert werden. Mit dem Fotografen müssen für e-Commerce 3G nur folgende zusätzliche Vereinbarungen getroffen werden:
1. Die Fotos zusätzlich im Format 100x100px und 500px x Höhe bei 72 dpi speichern.
2. Die Fotos gleich auf einen leistungsstarken Webserver mit FTP Zugang einspielen, und die Daten über Links zugänglich machen.
3. Die Bezeichnung der Fotos mit der Artikelnummer verknüpfen (Art. Nr.: JPG234-1 ist das erste Bild zu dem Artikel JPG234, das zweite JPG234-2, etc.) So können die Fotos dem Artikel automatisch zugeordnet werden.
4. Mit dem Fotografen eine Nutzungsrechte-Vereinbarung treffen, die sicherstellt, dass jeder Wiederverkäufer die Fotos für Online-Zwecke ohne Kosten nutzen kann. Gerade diese Vereinbarung wird oft vergessen, die Folge sind Rechtsstreitigkeiten um die Nutzungsrechte. Am besten ist es, diese Vereinbarung vor Auftragsvergabe zu machen, im Nachhinein kann es oft teuer werden. Oft ist dann neu fotografieren billiger.
5. Für bestehende Produkte die gleichen Voraussetzungen schaffen.
6. Soweit es vom Budget her möglich ist, empfehle ich heute 3D Aufnahmen , die von einem entsprechend ausgestatteten Server geladen werden. Die zusätzlichen Kosten stehen im Vergleich zur Information für den Kunden in keinem Verhältnis. Bitte sehen Sie sich bei dem Motorrad die Details im Zoom an. Unter Beispiele 3D finden Sie weitere Produkte. Wenn da ein Kunde nicht schwach wird...
Thema Texte:
In jedem Online-Shop werden folgende Texte benötigt:
1. Titel: Ist die Artikelbezeichnung. Oft ist es besser für den Online-Shop gleich eine eigene Artikelbezeichnung zu schaffen, da sie die richtigen Keywords für den Artikel beinhalten. Die Frage lautet: Wonach sucht der Kunde – „Toner für HP 1310“ oder AX1310HP-05
2. Kurztext: Das ist jener Text, der in jeder Suchanfrage in der Ergebnisliste zu finden ist. Er sollte kurz die Vorteile und Nutzungsmöglichkeiten des Produktes, wie ein kurzer Werbetext, ausloben und ebenfalls die richtigen Keywords beinhalten.
3. Artikelbeschreibung: Diese Artikelbeschreibung ist ganz wichtig, sie ist die Entscheidungsgrundlage für den Kunden. Sie muss alle Informationen beinhalten, die für eine Kaufentscheidung wichtig sind. Sie darf, gerade bei erklärungsbedürftigen Produkten keine Fragen offen lassen. Gleichzeitig muss sie werblich formuliert sein um den Kunden zum Kauf anzuregen und die häufigsten Suchbegriffe (Keywords) enthalten, nach denen ein Kunde diesen Artikel im Internet suchen wird. Im Zweifel einen Fachmann mit fundierten SEO Kenntnissen konsultieren, der einige Texte optimiert und dann alle weiteren Texte nach diesem Schema überarbeiten.
4. Weitere Artikel-Informationen: Gerade im e-Commerce gibt es eine Reihe von Vorschriften in Bezug auf Informationspflicht. Diese unterscheiden sich oft ganz wesentlich in den verschiedensten Branchen und Artikelgruppen. Ich habe Ihnen hier die Datenstruktur der ishopinshop Datenschnittstelle verlinkt, damit Sie sich ein Bild darüber machen können, welche Informationen jeder Online-Shop im Minimum braucht (MUSS) und welche sinnvoll sind (WUNSCH).
Empfehlung:
Es empfiehlt sich diese Daten bereits bei der Anlage eines neuen Artikel im Warenwirtschaftssystem (WWS) zu berücksichtigen und eventuell die Datenstruktur im WWS um die notwendigen Felder zu erweitern.
Wir haben uns bei ishopinshop entschieden, das Thema "Artikeldaten und deren Speicherung" zu einem Beratungsthema zu machen, weil wir erkannt haben, dass die Online-Shop Daten das derzeit größte Problem für e-Commerce 3G sind.
Wenn Sie Interesse an einer Beratung haben, können Sie mich jederzeit kontaktieren.
Wenn wir den Wiederverkäufern Online-Shops mit qualitativ hochwertigen Online-Shop Daten zur Verfügung stellen, werden sie schnell Verkaufserfolg haben. So einfach ist es. Gerade im Internetgeschäft erwartet sich der Kunde, da er die Ware nicht angreifen kann, optimale Beschreibungen und detailgenaue Fotos.
Zum Abschluss habe ich ein Video gefunden, in dem sich zwei Experten in den USA zu diesem Thema unterhalten.
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