Über diesen e-Commerce 3G Blog

Die dritte Generation e-Commerce ist die Verbindung von traditionellem Vertriebsweg (Einzelhandel, Handwerk, ...) und Verkauf über Internet. Ganz neue Point of Sale Lösungen werden Wachstum mit bestehenden Kunden möglich machen. Stationäres Geschäft, Internet-Handel und Katalolg-Verkauf verschmelzen zu einer für den Konsumenten attraktiven Einkaufsmöglichkeit. Ab 1.1.2010 werde ich hier über die Entwicklungen berichten.

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Freitag, 1. Januar 2010

Was ist e-Commerce 3G

Die erste Generation von e-Commerce leistete Pionierarbeit und leitete den Verkauf über das Internet ein. In der zweiten Generation wurde die Software für den Aufbau eines Shops für Jedermann erschwinglich. Jetzt startet die dritte Generation und verschmilzt dank innovativer Services den Internethandel mit traditionellen Vertriebsschienen.

So hat es begonnen. Die erste Generation e-Commerce (e-Commerce 1G)

Nimmt man Amazon oder Ebay als Proponenten der ersten Generation im e-Commerce so hatten beide ein Ziel - so viele User als möglich auf die eigene Seite zu bringen, sie für den online Einkauf zu gewinnen und möglichst schnell alle Widerstände gegen den online Einkauf auszuräumen. Diese Unternehmen leiteten 1994 die erste Generation des e-Commerce ein. Sie arbeiteten mit einer proprietären Software, über die nur sie verkaufen konnten. Die Software sowie die Marketingsysteme zur Kundengewinnung waren das Erfolgsrezept dieser Systeme. Schnell fanden sich viele Nachahmer, von denen nur wenige so erfolgreich wurden wie diese Beiden.

Bis 2000 erntete diese erste Generation des Internethandels bei dem traditionellen Einzelhandel nur verständnisloses Kopfschütteln. Kaum einer wollte glauben oder konnte sich vorstellen, dass eine breite Masse Bücher oder andere Artikel wie Bekleidung, Schuhe oder Technik über das Internet kauft, ohne die Ware zu sehen, zu probieren und auf mögliche Mängel zu prüfen. Hohe Versandkosten, komplizierte Zahlungssysteme und Betrüger schienen unüberwindbare Barrieren.

Dennoch schlug der praktische Handel  im Internet mit unerwartetem Erfolg ein und überzeugte nach und nach auch eingesessene Skeptiker und Gegner. Das virtuelle Einkaufen gewann immer mehr Anhänger und eine Vielzahl von Spekulanten sagten dem neuen Verkaufserlebnis eine goldene Zukunft voraus.


Shop-Software für Jedermann. Die zweite Generation e-Commerce (e-Commerce 2G)

Der Erfolg der Pioniere sowie deren großartige PR haben eine Vielzahl von Softwarehäusern und Hinterhof-Entwickler auf den Plan gerufen. Es wurde aus allen Lagern massenhaft Online Shop Software entwickelt; heute findet Google dazu 8,5 Millionen Seiten. Jeder Entwickler der das Wort 'Online-Shop' in seinem Businessplan hatte, bekam auf dem boomenden Markt das Venture Capital sofort - unvorstellbare Beträge, um so schnell als möglich etwas fertigzustellen, das halbwegs herzeigbar war.

1996 brachten Intershop und Openshop in Europa die erste Standardsoftware für den Verkauf über Internet auf den Markt. Weltweit folgten ihnen tausende Unternehmen auf den vermeidlichen Goldpfad. Es gibt inzwischen alles, was man sich vorstellen kann: von der Standardsoftware auf CD über OpenSource Projekte und professionelle Shoplösungen, ab € 50.000  bis zum € 0.- Shop für Einsteiger.

Diese Shoplösungen verbinden folgende Gemeinsamkeiten:

•    Für jeden Kunden wird eine eigene Applikation erstellt, die auf einem Server gehostet wird.
•    Das Einpflegen der Produktdaten erfolgt über Warenwirtschaftssystem, Datenschnittstelle oder manuell.
•    Jeder Online-Shop muss sein Angebot selbst aktuell halten.
•    Der technische, administrative  und logistische Aufwand ist für die Mehrzahl der Anbieter nicht wirklich profitabel.
•    Der Online-Shop wird als alternativer Vertriebsweg zum stationären Handel gesehen und vermarktet.
•    Im Kampf um den Kunden ist der Markt inzwischen sehr professionell und teuer geworden.
•    Nur wenige Neueinsteiger und nur jene, die über genügend Kapital verfügen, schaffen den kritischen Umsatz.

Mit diesen Entwicklung in der Softwarelösungen hat e-Commerce seinen Durchbruch geschafft. Kaum einer zweifelt am Erfolg, der Konsument hat das Angebot angenommen. Die Wachstumsraten im Internethandel sind zweistellig, während sie im stationären (traditionellen Handel) stagnieren, in manchen Branchen sogar rückläufig sind.

Der traditionelle Handel ohne e-Commerce Lösung sieht im Internet einen Feind, der ihm die Preise und Margen ruiniert und ihre Kunden abwirbt. Viele glauben, dass das Thema e-Commerce an ihnen vorbeigeht.
Die dritte Generation e-Commerce:


Neue Konzepte, die traditionellen Handel mit Internet Handel kombinieren (e-Commerce 3G)

Seit 2006 ist eine neue Entwicklung zu erkennen. Unter dem Schlagwort Fullfillment Center sind auf Google 13,2 Mio Seiten zu finden. Online-Shop Services für B2B Kunden bringen ganz neue Lösungen auf den Markt. Das Interessante an dieser Lösungen ist, dass der traditionelle Wiederverkäufer von seinem Lieferanten einen Online-Shop erhält, der zentral aktuell gehalten wird. Die Auftragsabwicklung erfolgt dabei über den Lieferanten.

Hier waren jene Branchen, die am stärksten vom e-Commerce profitieren wie Elektrobranche und Büromaterial die Vorreiter.

Im harten Wettbewerb um Wiederverkäufer konnten sich im Büroartikel-Geschäft Versand-Großhändler wie Spicers oder Soft Carrier innerhalb kurzer Zeit gegen etablierte B2B Lieferanten wie Skribo durchsetzen. Jeder der Beiden kann heute auf über 1.000 Online-Shops zählen, die ausschließlich von Wiederverkäufern betrieben werden.

Seit 2006 beschäftige ich mich persönlich mit der Frage, wie der etablierte Handel vom e-Commerce profitieren kann und wird. Ich möchte diese Seite dazu nutzen um regelmäßig interessante Themen in Bezug auf e-Commerce 3G aufzugreifen.

Wenn Sie selbst an diesem Thema interessiert sind und ihre Artikel und Gedanken zu e-Commerce 3G mit mir und der Welt teilen möchten, können Sie mich jederzeit kontaktieren. Gerne veröffentliche ich auch Ihre Artikel auf meinem Blog.

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